Abschluss Finanzierungsrunde über 7 Mio. €
2011-06-28 12:52
Das in Köln ansässige Medizintechnikunternehmen NonWoTecc Medical GmbH erhält eine Wachstumsfinanzierung der NRW.BANK sowie von einem branchenerfahrenen Privatinvestorenkonsortium unter der Führung von Rainer Christine. Die bisherigen Investoren Rheinland Venture Capital, Kreissparkasse Köln, High-Tech Gründerfonds sowie die KfW, beteiligen sich ebenfalls an der zweiten Finanzierungsrunde.
Eine der größten Finanzierungsrunden in der Branche in 2011
Das frische Kapital in Höhe von 7 Mio. € soll für die Produktzulassung und Markteinführung der Gefäßprothesen im peripheren und im koronaren Bereich verwendet werden. Zudem soll die Produktionsplattform ausgebaut und die Kommerzialisierung der Beschichtungstechnologie vorangetrieben werden.
Eine starke Investmentgruppe
„Wir freuen uns sehr, dass wir neben den bisherigen Gesellschaftern noch weitere namhafte Investoren von unserer Technologie und unserem Team überzeugen konnten“, so Frank Willems, geschäftsführender Gesellschafter der NonWoTecc Medical GmbH.
Rainer Christine, Gründer und ehemaliger CEO der amaxa AG und Privatinvestor ergänzt: „Die NonWoTecc zeichnet sich durch eine überzeugende Kombination einer Technologiebasis mit bereits mehreren Anwendungen in großen Märkten, ehrgeizigen Plänen für die Zukunft und einem hohen Maß an unternehmerischer Verantwortung aus. Ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre“.
Die neue Technologie wird möglicherweise zu einer Lösung bei koronaren Bypass-Operation führen
Die NonWoTecc Medical GmbH entwickelt und produziert künstliche Gefäßprothesen aus biokompatiblen Hochleistungspolymeren, die in einem speziellen, patentrechtlich geschützten Herstellungsverfahren gefertigt werden. Die Innovation liegt in der speziellen Verarbeitung des in der Medizintechnik bewährten Werkstoffs „Polycarbonaturethan“ (PCU). Diese ermöglicht es erstmalig eine native Arterienwand annähernd naturgetreu nachzubilden.
„Die NonWoTecc GmbH verfügt über eine hoch interessante Technologieplattform, die sich in der Medizintechnik nicht nur für die Herstellung von Gefäßprothesen hervorragend eignet, sondern auch in der Beschichtung vielversprechende medizinische Anwendungsfelder bietet“, kommentiert Dr. Thomas Raueiser, Investmentmanager der NRW.BANK. „Mit dem branchenerfahrenen und finanzstarken Investorenkonsortium ist die Gesellschaft für die nächsten Jahre exzellent aufgestellt.“
Hochmoderne Herstellungsanlage
Alle Produkte werden unter der Leitung von Christoph Claßen, Mitbegründer der NonWoTecc und Spezialist für die Produktion von Medizinprodukten, in einem zertifizierten Reinraum entwickelt und hergestellt.
„Mit Hilfe des neu eingeworbenen Kapitals ist es nun möglich unsere Produktionskapazitäten weiter auszubauen und unsere Technologiekompetenz zu stärken.“
Die Qualität ist bei der Produktion von Medizinprodukten entscheidend, daher hat die NonWoTecc frühzeitig in den Aufbau eines umfangreichen Qualitätsmanagementsystems investiert und ist seit 2008 als Entwickler und Hersteller von Medizinprodukten gemäß DIN EN ISO 13485 zertifiziert. Um den hohen Standard der fortlaufenden strengen Prüfungen sicherzustellen wurde das Team im Jahr 2010 mit dem Experten für Qualitätsmanagement und Zulassung von Medizinprodukten Dr.-Ing. Andreas Henseler verstärkt.
Erstes Produkt in Klinischer Prüfung:
Nach einer Entwicklungszeit von knapp drei Jahren hat das NonWoTecc Team eine Gefäßprothese entwickelt, die bereits jetzt in einer Klinischen Prüfung im Patienten getestet wird. Die Prothese wird in 12 führenden deutschen Kliniken unter der Leitung von Prof. Dr. Brunkwall in Köln erprobt. Die erste Patientenrekrutierungsphase ist nun abgeschlossen.
Glänzende Zukunftsaussichten:
Das erste Produkt wird vorrausichtlich in 2012 auf den Markt kommen. Zurzeit führt die NonWoTecc Gespräche mit verschiedenen Partnern aus der Industrie um den Markteintritt vorzubereiten. Es wird erwartet, dass viele neue Produkte folgen werden: „Die Technologieplattform der NonWoTecc ist nicht nur auf den Bereich der vaskulären Chirurgie beschränkt, sondern bietet unendliche viele Möglichkeiten in anderen medizinischen Bereichen.“ erläutert der branchenerfahrene Chief Busines Officer Dr Harrie van Baars.